Ablösen von Beschichtungen

Um das Thema der Schichtablösung besser veranschaulichen zu können, geht es zunächst primär um die Dicke dieser Schicht.

Die Dicke einer einzelnen Schicht liegt bei jeweils ungefähr 150nm (Nanometer).

Zur Veranschaulichung der Größenverhältnisse: Ein Haar hat ca. eine Dicke von 0,07 mm. Umgerechnet beträgt das 70.000 Nanometer. Die Dicke einer der Entspiegelungsschichten beträgt 0,00015mm.

Im Schnitt werden Brillengläser einmal pro Tag gereinigt. Das heißt, dass diese dünne Schicht in 3 Jahren über 1000-mal den Druck des Reinigens aushalten muss.
Des Weiteren müssen die Gläser mechanischen Belastungen, wie der Ausdehnung und dem Zusammenziehen durch wechselnde Temperaturen standhalten. Allgemein rechnet die Industrie mit einer realistischen Lebensdauer von ca. 4 Jahren. In diesem Zeitraum verändert sich dann sowieso sowohl die Sehstärke als auch die Mode, so dass dann in aller Regel eine Ersatzbeschaffung ansteht.

Glashersteller geben je nach Qualitätsstufe 2-4 Jahre Garantie auf diese Schichten und arbeiten kontinuierlich daran, die Lebensdauer der Schichten zu verlängern. Man muss sich allerdings immer vor Augen führen, dass es sich auch bei Brillengläsern um ein Verschleißprodukt handelt – eine unbegrenzte Lebensdauer ist einfach unrealistisch.

Man kann die Lebensdauer von Beschichtungen als Brillenträger jedoch entscheidend beeinflussen. Wichtig ist hierbei insbesondere der Verzicht auf aggressive chemische Reinigungsmittel, die Vermeidung von hohen Termperaturen oder Temperaturschocks (Sauna, Armaturenbrett im Auto, Öffnen des heißen Backofens etc.) und die Vermeidung einer trockenen Reinigung wenn die Brille verstaubt ist.

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